Marketing in den Niederlanden
Valeria aus dem Beruflichen Gymnasium des Adolph-Kolping-Berufskollegs hat ihr Praktikum im Rahmen des Erasmus+ Programms bei einer Eventagentur in den Niederlanden absolviert. In einem Interview mit unserer Europakoordinatorin und Fachlehrerin Frau Oelenberg erzählt sie von ihren Praktikumserfahrungen im Ausland.
In diesem Gespräch berichtet Valeria von ihren Eindrücken während ihres Praktikums. Sie teilt Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag im Marketing und beim Gästeservice, spricht über den Zusammenhalt im Team und erklärt, warum Selbstvertrauen sowie eine frühzeitige Organisation entscheidend sind.
Warum hast du dich für ein Praktikum im Ausland entschieden?
Ich wollte schon immer Erfahrungen im Ausland sammeln – wissen, wie es ist, woanders zu leben, berufliche Praxis im Ausland gewinnen und natürlich eine ganz andere Kultur erleben!
Warum ausgerechnet in den Niederlanden?
Die Niederlande sind ein schöner Ort, und die Kommunikation auf Englisch ist dort im Alltag oft deutlich einfacher als in vielen anderen Ländern.
Was waren deine Aufgaben im Praktikum?
Ich habe viele verschiedene Aufgaben ausprobiert, hatte aber auch vertraute Elemente, die ich bereits aus der Schule kannte: Ich habe mich um Social Media gekümmert, neuen Content für Instagram kreiert, bearbeitet und veröffentlicht. Darüber hinaus gehörten Tätigkeiten wie der Check-in von Gästen bei Touren auch dazu.
In welcher Sprache hast du kommuniziert?
Im Büro wurde durchgehend Englisch gesprochen, was überhaupt kein Problem war. Wenn Gäste beim Check-in für die Touren Deutsch oder Russisch sprachen, konnte ich mich nett in diesen Sprachen mit ihnen unterhalten.
Wer hat dich unterstützt und betreut?
In meinem Büro arbeiteten sehr viele Praktikantinnen, weshalb es leicht war, neue Freunde zu finden. Wir hatten ein buntes Team aus den unterschiedlichsten Nationen – unter anderem Italien, Frankreich, Deutschland und Spanien. Außerdem wurde ich von meinen zwei Chefs/Vorgesetzten toll unterstützt, die mir immer geholfen haben. Auch mit den Tourguides konnte man sich in den Mittagspausen super anfreunden.
Was hast du Neues gelernt? Was hast du über dich selbst gelernt?
Ein Monat alleine im Ausland verändert einen. Ich habe vor allem im sozialen Bereich gelernt, dass man einfach den ersten Schritt machen und sich etwas trauen muss! Ich bin deutlich selbstbewusster geworden und stolz auf mich, dass ich mich überhaupt getraut habe, so einen mutigen Schritt zu wagen.
Was war das überraschendste, aufregendste oder schönste Erlebnis?
Das Überraschendste war die Geduld, die das gesamte Team mit mir hatte. Fehler wurden akzeptiert und nicht verurteilt – es ist schließlich völlig normal, nicht alles auf einmal zu können!
Gab es auch schwierige Situationen? Wie bist du damit umgegangen?
Leider bin ich manchmal etwas vergesslich und habe viel zu oft den Schlüssel für die Bürotür vergessen. Offene und klare Kommunikation war in diesen Momenten besonders wichtig, ebenso wie der Wille, aus den Fehlern zu lernen.
Würdest du ein Auslandspraktikum weiterempfehlen?
Ich empfehle jedem, diese Erfahrung mindestens einmal im Leben zu machen. Es bietet nicht nur unheimlich viele Möglichkeiten, sich persönlich weiterzuentwickeln, sondern auch die Chance, unvergessliche Erlebnisse zu sammeln!
Welchen Rat würdest du interessierten Mitschülerinnen und Mitschülern geben?
Seid schnell! Eine Praktikumsstelle zu finden ist leichter gesagt als getan. Fangt am besten frühzeitig an, damit ihr am Ende nicht unter Zeitdruck geratet!
Hat das Stipendium alle Kosten gedeckt?
Definitiv! Das Stipendium hat nicht nur die Unterkunft und die Transportkosten abgedeckt, sondern auch die Verpflegung sowie Freizeitaktivitäten!



