Kunst, Kaffee und Konzerte in Paris – Paulina (BGY23) berichtet über ihr Auslandspraktikum
Paulina aus der Jahrgangsstufe 13 des Beruflichen Gymnasiums des Adolph-Kolping-Berufskollegs hat ihr Praktikum im Rahmen des Erasmus+ Programms vom 13. Juli bis 6. September 2026 in einem Künstlercafé mit Galerie und Kulturzentrum in Paris (Frankreich) absolviert. In einem Interview mit unserer Europakoordinatorin und Fachlehrerin Frau Timpe erzählt sie von ihren Praktikumserfahrungen im Ausland.
Warum hast du dich für ein Praktikum im Ausland entschieden?
Ich wollte einfach ein bisschen mehr von der Welt sehen als nur Deutschland.
Warum ausgerechnet in dem Land?
Frankreich ist unser Nachbarland und Französisch ist in der Schule neben Englisch meine zweite Fremdsprache. Deshalb konnte ich mich schon ein bisschen verständigen. Mir war wichtig, dass ich mich vor Ort zumindest etwas verständlich machen kann. Außerdem finde ich Frankreich ganz cool.
Was waren deine Aufgaben im Praktikum?
Ich habe in einem Café gearbeitet, das gleichzeitig eine Galerie für lateinamerikanische Kunst ist. Das heißt, ich habe als Barista Kaffee zubereitet, aber vor allem war ich in der Galerie beschäftigt. Ich habe zum Beispiel das Lager neu sortiert, mit Kundinnen und Kunden über die Bilder gesprochen und gelernt, wie man Kunst richtig aufhängt, ausstellt und generell gut damit umgeht. Außerdem habe ich bei Events wie Konzerten und Tango-Kursen geholfen und den Preiskatalog für eine neue Ausstellung gestaltet. Insgesamt waren meine Aufgaben sehr vielfältig.
Welche Orte hast du besucht?
Ich habe viele Museen, Galerien und Kirchen besucht. Außerdem war ich in tollen Secondhand-Läden shoppen, in verschiedenen Bars und in Parks. Ich habe mir einfach alles angeguckt.
In welcher Sprache hast du kommuniziert?
Am meisten habe ich tatsächlich auf Englisch kommuniziert, weil ich Französisch zwar gut verstehe, aber noch nicht so fließend spreche. Zwischendurch habe ich natürlich auch Französisch gesprochen. Manchmal kamen deutsche Touristinnen und Touristen, mit denen ich Deutsch sprechen konnte.
Welchen Menschen bist du begegnet? Wer hat dich unterstützt und betreut?
Ich bin ganz vielen verschiedenen Menschen begegnet – unterschiedlicher hätten sie kaum sein können. In den ersten zwei Wochen haben mich vor allem drei andere Praktikantinnen unterstützt, die ebenfalls dort gearbeitet haben. Das hat mir sehr geholfen.
Was hast du Neues gelernt? Was hast du über dich selbst gelernt?
Ich habe mein Französisch ausgebaut und kann jetzt etwas besser sprechen als vorher. Außerdem habe ich gelernt, in stressigen Situationen eher Ruhe zu bewahren. Wenn man ganz allein auf so eine Reise geht, lernt man sich noch einmal komplett neu und immer wieder selbst kennen.
Was war das überraschendste, aufregendste oder tollste Erlebnis?
Eines der tollsten Erlebnisse war für mich ein Konzert im Café, bei dem eine Sängerin wirklich sehr schön gesungen hat. Ich mochte auch die lustigen Gespräche mit Franzosen auf der Straße, weil diese Begegnungen immer ganz zufällig passiert sind.
Gab es auch mal schwierige Situationen? Wie bist du damit umgegangen?
Schwierige Situationen gab es eigentlich andauernd. Kurz nach meiner Ankunft musste ich direkt wieder umziehen, weil ich aus Versehen in ein etwas gefährlicheres Viertel gezogen war und dort viel mit Belästigung und Catcalling zu tun hatte. Ich musste schnell eine neue Wohnung finden. Ich war außerdem krank und musste einen Arzt finden. Ein anderes Mal hatte ich mich verlaufen und musste wieder zurückfinden. Dann sage ich mir immer: Ruhe bewahren, irgendwie finde ich eine Lösung. Das hat eigentlich auch immer geklappt.
Würdest du ein Auslandspraktikum weiterempfehlen?
Ich würde ein Auslandspraktikum auf jeden Fall weiterempfehlen, wenn man es sich zutraut.
Welchen Rat würdest du interessierten MitschülerInnen geben?
Kümmert euch auf jeden Fall rechtzeitig um alles. Das ist am sichersten.
Hat das Stipendium alle Kosten gedeckt?
Das Stipendium hat mir auf jeden Fall Sicherheit gegeben, und ich konnte damit die meisten Kosten decken. Es hat aber nicht gereicht, um alle Kosten zu bezahlen.
Für weitere Informationen und Hilfe bei den Formalitäten steht unsere Europakoordinatorin Frau Timpe bereit.



