Kunst hautnah in Lissabon – Anita (BGY23) berichtet über ihr Auslandspraktikum

Kunst hautnah in Lissabon – Anita (BGY23) berichtet über ihr Auslandspraktikum

Anita aus der Jahrgangsstufe 13 des Beruflichen Gymnasiums des Adolph-Kolping-Berufskollegs hat ihr Praktikum im Rahmen des Erasmus+ Programms vom 17. August bis 11. September 2026 in einem Kunstmuseum in Lissabon (Portugal) absolviert. In einem Interview mit unserer Europakoordinatorin und Fachlehrerin Frau Timpe erzählt sie von ihren Praktikumserfahrungen im Ausland.
Warum hast du dich für ein Praktikum im Ausland entschieden?
Ich finde, das ist eine richtig gute Möglichkeit, die wir von der Schule gestellt bekommen und die man auf jeden Fall nutzen sollte.
Warum ausgerechnet in dem Land?
Für mich war es Portugal, genauer gesagt Lissabon. Ein großer Punkt war natürlich auch, dass ich Familie hier habe. Lissabon ist eine wunderschöne Stadt, die ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann. Es gibt eine große Kunstszene mit vielen Museen und Galerien. Man kann hier viel machen und in dieser Kunstszene viel entdecken.
Was waren deine Aufgaben im Praktikum?
Meine Aufgaben waren sehr unterschiedlich, was ich gut fand, weil es dadurch nie langweilig wurde. Ich habe in fast allen Bereichen des Museums gearbeitet. Ein großer Teil war das Einrahmen von Gemälden, weil im Museum eine neue Ausstellung vorbereitet wurde. Ich habe auch viel recherchiert und Listen mit den Werken der ausgestellten Künstler am Computer erstellt. Die Informationen dazu habe ich in Biografien und Fachbüchern herausgesucht. Aber die Rahmung von Gemälden war auf jeden Fall ein großer Teil meiner Arbeit.
Welche Orte hast du besucht?
Ich war in Lissabon. Die Stadt ist wirklich schön und hat eine große Kunstszene mit vielen Museen und Galerien. Man kann dort viel unternehmen und entdecken.
In welcher Sprache hast du kommuniziert?
Hauptsächlich habe ich Portugiesisch gesprochen. Ich habe Familie hier und spreche die Sprache, was sehr hilfreich war. Wenn ich ein Fachwort nicht verstanden habe oder nicht kannte, habe ich auf Englisch nachgefragt. Das ging sehr gut, weil die meisten Menschen in Lissabon auch Englisch sprechen.
Welchen Menschen bist du begegnet? Wer hat dich unterstützt und betreut?
Ich habe alle im Betrieb kennengelernt und mit fast allen gearbeitet. Ich war zum Beispiel einen Tag an der Rezeption und habe auch mit dem Direktor gearbeitet. Hauptsächlich habe ich mit der Verantwortlichen für die Kollektion des Museums zusammengearbeitet. Sie hat mir die Aufgaben gegeben, die ich erledigen konnte.
Was hast du Neues gelernt? Was hast du über dich selbst gelernt?
Ich habe gelernt, wie ein Museum funktioniert, welche verschiedenen Bereiche es dort gibt und wie eine Ausstellung vorbereitet wird. Es war gut, dass ich genau in diesem Zeitraum dort war und das miterleben konnte. Außerdem habe ich viel über die Künstler gelernt, die im Museum vertreten sind. Sie spielen eine große Rolle in der portugiesischen Kultur und sind in Portugal sehr bekannt.
Was war das überraschendste, aufregendste oder tollste Erlebnis?
Ich fand es besonders interessant, die vielen Bilder und alten Gemälde im Archiv zu sehen. Unten im Museum gab es ein großes Archiv, in dem alle Gemälde gelagert wurden. Das war etwas ganz anderes, als die Bilder hinter Glas in einer Ausstellung zu sehen, weil ich sehr nah an sie herangehen und mit den Gemälden arbeiten konnte.
Gab es auch mal schwierige Situationen? Wie bist du damit umgegangen?
Zum Glück gab es nicht viele schwierige Situationen. Manchmal bekam ich eine Aufgabe und verstand nicht ganz genau, was ich machen sollte. Dann traute ich mich zunächst vielleicht nicht, noch einmal nachzufragen, weil ich mir ein bisschen blöd vorkam. Aber einfach nachzufragen ist das Beste. Das ist besser, als am Ende dazustehen und nicht zu wissen, was man machen soll. Alle waren nett zu mir, deshalb hat das gut geklappt.
Würdest du ein Auslandspraktikum weiterempfehlen?
Ich würde ein Auslandspraktikum auf jeden Fall weiterempfehlen. Es ist eine richtig gute Möglichkeit, neue Erfahrungen zu sammeln, andere Kulturen zu erleben und vielleicht auch die eigene Kultur besser kennenzulernen.
Welchen Rat würdest du interessierten MitschülerInnen geben?
Mein Rat wäre, es einfach zu machen. Vielleicht denkt man, dass man sich das alleine nicht zutraut. Man kann aber auch eine Freundin mitnehmen und das Praktikum zu zweit machen – oder eben doch alleine. Ein oder zwei Monate vergehen schneller, als man denkt. Man muss ein bisschen Mut haben und es einfach ausprobieren. Ich würde auch Lissabon auf jeden Fall weiterempfehlen, weil die Stadt wirklich richtig schön ist.
Hat das Stipendium alle Kosten gedeckt?
Bei mir hat das Stipendium auf jeden Fall ausgereicht. Auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln konnte ich damit gut zurechtkommen.
 
Für weitere Informationen und Hilfe bei den Formalitäten steht unsere Europakoordinatorin Frau Timpe bereit.