Grundrisse und Zukunftspläne in Wien – Omar (HBDT) berichtet über sein Auslandspraktikum
Omar aus der Jahrgangsstufe 12 der Höheren Berufsfachschule für Druck- und Medientechnik des Adolph-Kolping-Berufskollegs hat sein Praktikum im Rahmen des Erasmus+ Programms vom 6. bis 31. Juli 2026 in einem Architekturbüro in Wien (Österreich) absolviert. In einem Interview mit unserer Europakoordinatorin und Fachlehrerin Frau Timpe erzählt er von seinen Praktikumserfahrungen im Ausland.
Warum hast du dich für ein Praktikum im Ausland entschieden? Warum ausgerechnet in Wien?
Ich wollte schon immer irgendwann nach Wien beziehungsweise Österreich, um mir das Leben dort anzuschauen, weil ich später gerne in Österreich leben möchte. Als ich erfahren habe, dass man das Praktikum im Ausland absolvieren kann, habe ich die Gelegenheit genutzt.
Was waren deine Aufgaben im Praktikum?
Ich habe im Projekt Windpassing mitgearbeitet. Meine Aufgabe war es, von einer Scheune einen Grundriss, eine Ansicht und einen Lageplan anzufertigen.
Welche Orte hast du besucht?
Ich war einmal in Hetzmannsdorf in Niederösterreich. Dort habe ich mir die Scheune vor Ort genau angeschaut und sie ausgemessen. Ansonsten war ich ausschließlich in Wien unterwegs.
In welcher Sprache hast du kommuniziert?
Ausschließlich auf Deutsch.
Welchen Menschen bist du begegnet? Wer hat dich unterstützt und betreut?
Die Menschen im Betrieb haben mich immer unterstützt, wo sie konnten. Meine Betreuerin war die Sekretärin des Chefs. Sie hat sich um mich gekümmert und mir zum Beispiel vor dem Praktikum ein Tutorial für die Programme, die im Betrieb genutzt werden, zur Verfügung gestellt, damit ich mich schon einmal einarbeiten kann. Das war gut, weil ich dann im Praktikum direkt loslegen konnte.
Was hast du Neues gelernt? Was hast du über dich selbst gelernt?
Zunächst einmal habe ich Wien kennengelernt und ein bisschen österreichische Kultur. Außerdem habe ich sehr viel über Architektur und den Alltag eines Architekten gelernt. Dadurch kann ich mir jetzt genau vorstellen, was auf mich zukommen würde, wenn ich später in diese Richtung gehe. Über mich selbst habe ich gelernt, dass ich über einen längeren Zeitraum nicht gut damit klarkomme, allein zu sein. Ich brauche Menschen um mich herum.
Was war das überraschendste, aufregendste oder tollste Erlebnis?
Überraschend und gleichzeitig aufregend war für mich, dass ich schon Anfang der zweiten Woche nach Hetzmannsdorf geschickt wurde, um das Objekt, also die Scheune auszumessen und mit dem Programm zu visualisieren. Ich hätte nicht gedacht, dass mir so schnell so viel Verantwortung übergeben wird.
Gab es auch mal schwierige Situationen? Wie bist du damit umgegangen?
Eigentlich nicht. Die Atmosphäre war immer sehr gut, und ich konnte meine Aufgaben meistens gut erledigen. Es gab einige Korrekturen, aber keine Situation, die für mich unangenehm oder sehr schwierig war.
Würdest du ein Auslandspraktikum weiterempfehlen?
Auf jeden Fall. Für mich war es eine super Gelegenheit, Österreich kennenzulernen, das Land, die Leute, das Arbeitsleben. Wenn man das Ziel hat, ein Land näher kennenzulernen, ist ein Auslandspraktikum eine perfekte Möglichkeit.
Welchen Rat würdest du interessierten MitschülerInnen geben?
Man sollte sich auf jeden Fall sehr früh bewerben – je früher, desto besser – und versuchen, die Bewerbung so zu gestalten, dass man heraussticht und sehr selbstbewusst rüberkommen. Das kommt gut an.
Hat das Stipendium alle Kosten gedeckt?
Bei mir auf jeden Fall. Ich hatte sogar eher eine teurere Wohnung. Lebensmittel musste ich selbst bezahlen, aber das Geld hat vollkommen gereicht.
Für weitere Informationen und Hilfe bei den Formalitäten steht unsere Europakoordinatorin Frau Timpe bereit.

