Technik-Team: Kommunikationsdesign in den USA

Technik-Team: Kommunikationsdesign in den USA

Louisa aus der Jahrgangsstufe 13 des Beruflichen Gymnasiums des Adolph-Kolping-Berufskollegs hat ihr Praktikum im Rahmen des Erasmus+-Programms bei einer kirchlichen Gemeinde in Florida, USA absolviert. In einem Interview mit unserer Erasmus+-Beauftragten und Fachlehrerin Frau Oelenberg berichtet sie von ihren vielfältigen Erfahrungen und Eindrücken während ihres Auslandsaufenthalts.

Warum hast du dich für ein Praktikum im Ausland entschieden?
Ich habe mich für ein Auslandspraktikum entschieden, weil ich es unglaublich spannend finde, andere Kulturen kennenzulernen. Das Erasmus+-Programm bot mir die perfekte Möglichkeit, diese kulturelle Erfahrung mit einem Fachpraktikum zu verbinden.

Warum hast du dich ausgerechnet für die USA entschieden?
Die USA mit ihrer Kultur, ihren Lebensweisen und den Menschen dort haben mich schon immer fasziniert. Da ich Freunde vor Ort habe, ergab sich überhaupt erst diese Möglichkeit. Ich habe mich riesig gefreut, dass sie mich bei der Vermittlung der Praktikumsstelle unterstützt haben.

Was waren deine Aufgaben während des Praktikums?
Meine Aufgaben waren sehr abwechslungsreich. Der Schwerpunkt lag auf der Konzeption und Gestaltung visueller Informations- und Werbemedien – wie etwa Plakate und Präsentations-Slides für anstehende Veranstaltungen. Darüber hinaus habe ich beim Videoschnitt für Werbekampagnen mitgewirkt und Thumbnails erstellt. Zum Abschluss durfte ich sogar Merchandising-T-Shirts designen, was mir besonders viel Spaß gemacht hat.

In welcher Sprache hast du kommuniziert?
Die gesamte Kommunikation fand auf Englisch statt.

Welche Orte hast du während deiner Zeit dort besucht?
Die meiste Zeit habe ich an meinem Arbeitsort verbracht und bin nicht viel gereist. Dennoch konnte ich ein paar Eindrücke von den umliegenden Städten wie Melbourne und Orlando sammeln.

Welchen Menschen bist du begegnet und wer hat dich vor Ort betreut?
Ich bin vielen unterschiedlichen Menschen aller Altersgruppen begegnet! Neben dem Arbeitskollegium habe ich auch viel Zeit mit Gleichaltrigen verbracht.
Hauptsächlich wurde ich von meinem Chef, dem Pastor, betreut, der für alle allgemeinen Anliegen mein Ansprechpartner war. Fachlich stand mir der Art Director zur Seite, der mich im Bereich Grafikdesign angeleitet, mir wertvolle Tipps gegeben und konstruktive Kritik geäußert hat.

Was hast du Neues gelernt und was hast du über dich selbst erfahren?
Ich habe gelernt, mein theoretisches Schulwissen – insbesondere im Bereich Grafikdesign – in der Praxis anzuwenden. Dabei konnte ich den Umgang mit verschiedenen Programmen vertiefen, Kundenwünsche gezielt umsetzen und gleichzeitig meine eigenen Ideen einbringen.
Über mich selbst habe ich gelernt, dass ich mutiger und selbstbewusster darin werden kann, eigene Entwürfe zu präsentieren und umzusetzen. Zudem habe ich erkannt, dass mir der Gestaltungsprozess leichter fällt, wenn ich konkrete Anhaltspunkte habe, anstatt ein Design komplett auf der grünen Wiese zu entwickeln.

Was war dein überraschendstes, aufregendstes oder schönstes Erlebnis?
Es gab viele tolle Momente, aber am meisten hat mich begeistert, dass meine Designs tatsächlich verwendet wurden – sei es für Event-Ankündigungen oder mein T-Shirt-Design, das sogar in den Druck ging! Es ist ein fantastisches Gefühl zu sehen, dass die eigene Arbeit echte Verwendung findet.

Gab es auch schwierige Situationen und wie bist du damit umgegangen?
Wirklich schwierige Situationen gab es nicht. Wenn ich mal mit einem Programm nicht weiterkam, weil mir bestimmte Kniffe fehlten, hat mir der Art Director sofort geholfen. Ich konnte jederzeit Fragen stellen.

Würdest du ein Auslandspraktikum weiterempfehlen?
Definitiv! Es ist unglaublich bereichernd, in eine andere Kultur einzutauchen und sie hautnah miterleben zu können. Über ein Praktikum hat man die einmalige Chance, Land und Leute auf eine sehr authentische Weise kennenzulernen.

Welchen Rat würdest du interessierten Mitschülerinnen und Mitschülern geben?
Seid offen für Neues, lasst euch nicht einschüchtern und verlasst bewusst eure Komfortzone – dadurch habe ich eine tolle Gruppe neuer Freunde gewonnen! Prüft auch, ob ihr vielleicht Bekannte oder Verwandte im Ausland habt, die in einem Design-Beruf arbeiten. Über persönliche Kontakte ist es meistens etwas einfacher, eine Praktikumsstelle zu finden.Dienstag, 8.30-12 Uhr