Digitales Marketing in Portugal

Digitales Marketing in Portugal

Anika und Franziska aus dem Beruflichen Gymnasium des Adolph-Kolping-Berufskollegs haben ihr Praktikum im Rahmen des Erasmus+ Programms in der Marketing Abteilung bei einem Hotel Resort in Portugal absolviert.
In diesem Gespräch mit unserer Europakoordinatorin Frau Oelenberg teilen Anika und Franzi ihre Eindrücke. Sie berichten von ihrem Arbeitsalltag im Marketing, persönlichen Herausforderungen und warum sich der Blick über den Tellerrand für jeden lohnt.

Warum habt ihr euch für ein Praktikum im Ausland entschieden?
Franzi: Ich wollte unbedingt einmal Erfahrungen im Ausland sammeln, weil es einfach ganz anders als in Deutschland ist – andere Leute, andere Kulturen und viele neue Eindrücke, die es bei mir zu Hause nicht gibt (wie zum Beispiel die Tiere; in Portugal laufen unglaublich viele Eidechsen herum).

Anika: Ich finde es faszinierend, unterschiedliche Kulturen, Menschen und Lebensweisen kennenzulernen. Dieses neu erlernte Wissen mit der Praxis für unsere Ausbildung zu kombinieren, ist eine wunderbare Möglichkeit, nicht nur mehr über Design, sondern auch über uns selbst zu lernen!

Warum ausgerechnet in Portugal?
Franzi: Tatsächlich war es mir gar nicht so wichtig, in welchem Land ich das Praktikum mache – Hauptsache im Ausland. In Portugal war ich vorher noch nie und hatte es ehrlich gesagt auch gar nicht im Fokus. Für mich kamen eher Länder wie Griechenland, Italien oder Spanien infrage, da ich dort schon ein- bis zweimal im Urlaub war.

Anika: Auch wenn der Norden Portugals wunderschön ist, wäre ich von alleine wohl nie auf die Idee gekommen, diesen Fleck der Erde zu besuchen. Dank des Praktikums bot sich mir aber die Gelegenheit, neue Ecken kennenzulernen, die ich sonst vielleicht nie erkundet hätte!

Was waren deine Aufgaben im Praktikum?
Zu Beginn haben wir Content-Ideen recherchiert und anschließend eigene Videos gedreht oder bestehendes Material weiterverwendet. Wir haben Videos bearbeitet, viel geplant, Storys aufgenommen sowie geschnitten und die passende Musik dazu ausgewählt. Dabei haben wir besonders auf die jeweilige Zielgruppe geachtet. Zudem haben wir das Resort intensiv auf Facebook beworben und die Beiträge in verschiedenen Sprachen für die jeweiligen Zielgruppen verfasst. In den letzten Wochen haben wir außerdem eine Art „Trailer“ für das Resort gedreht, wodurch wir unsere Portfolios gut erweitern konnten.

Wer hat dich unterstützt und betreut?
Der Leiter der Social-Media- und Marketing-Abteilung.

In welcher Sprache hast du kommuniziert?
Hauptsächlich auf Englisch.

Welche Orte hast du besucht?
Während der Anreise haben wir für zwei Tage Zwischenstopp in Saint-Jean-de-Luz in Frankreich gemacht. An unseren freien Tagen waren wir unter anderem in einem Wasserpark, für zwei Tage in Porto unterwegs und am Strand von Póvoa de Varzim.

Welchen Menschen bist du begegnet?
Den Gästen des Resorts, die aus ganz unterschiedlichen Ländern stammten – zum Beispiel aus Portugal, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden oder Spanien. Einmal waren zwei ältere Damen aus Dänemark zu Gast, die sogar Deutsch sprachen und mit denen wir uns auf Anhieb super verstanden haben. Lustigerweise haben wir die beiden später in Porto noch einmal wiedergetroffen!

Was war das überraschendste, aufregendste oder tollste Erlebnis?
In der Freizeit war es definitiv die Surfstunde, die wir in Porto genommen haben – das hat riesigen Spaß gemacht! Während der Arbeit waren es vor allem die Begegnungen mit den Gästen aus den verschiedenen Ländern.

Was hast du Neues gelernt? Was hast du über dich selbst gelernt?
Wir haben gelernt, wie man auf Facebook crosspostet und wie man generell die professionellen Tools von Instagram-Business-Accounts nutzt. Zudem haben wir viel mit Excel gearbeitet, was wir davor eher selten genutzt hatten. Über uns selbst haben wir gelernt, mehr Selbstvertrauen und Selbstsicherheit zu entwickeln sowie für uns und unsere eigenen Entscheidungen einzustehen.

Gab es auch schwierige Situationen? Wie bist du damit umgegangen?
Franzi: Da ich zuvor noch nie vier Wochen am Stück von zu Hause weg war, fiel es mir am Anfang schwer, die Tage richtig zu genießen, weil ich etwas Heimweh hatte. Das hat sich aber zum Glück schnell gelegt, da ich Anika an meiner Seite hatte und jeden Abend mit meiner Familie telefonieren konnte.

Anika: Da unser Ansprechpartner nicht fließend Englisch sprach und das Hotel jeden Tag geöffnet war, gab es ab und zu Schwierigkeiten, unsere freien Wochenenden durchzusetzen. Man muss seine Bedürfnisse einfach klar und deutlich kommunizieren!

Würdest du ein Auslandspraktikum weiterempfehlen?
Ja, definitiv! Es ist eine fantastische Möglichkeit, neue Menschen und Kulturen kennenzulernen und seinen eigenen Horizont zu erweitern.

Welchen Rat würdest du interessierten Mitschülerinnen und Mitschülern geben?
Auf jeden Fall, dass man für sich selbst einsteht und seine eigenen Bedürfnisse offen anspricht.

Hat das Stipendium alle Kosten gedeckt?
Ja, allerdings sollte man bei der Wahl der Praktikumsstelle gut darauf achten, ob die Unterkunft vor Ort auch bezahlbar ist.