Tattoo-Kunst in Paris – Theresa (BGY23) berichtet über ihr Auslandspraktikum

Tattoo-Kunst in Paris – Theresa (BGY23) berichtet über ihr Auslandspraktikum

Theresa aus der Jahrgangsstufe 13 des Beruflichen Gymnasiums des Adolph-Kolping-Berufskollegs hat ihr Praktikum im Rahmen des Erasmus+ Programms vom 13. Juli bis zum 4. September 2026 in einem Tattoo- und Piercingstudio in Paris (Frankreich) absolviert. In einem Interview mit unserer Europakoordinatorin und Fachlehrerin Frau Timpe erzählt sie von ihren Praktikumserfahrungen im Ausland.

Warum hast du dich für ein Praktikum im Ausland entschieden?
Ich wollte gerne etwas Neues erleben, vom Alltag und dem Gewöhnlichen wegkommen und mich auch ein bisschen herausfordern.

Warum ausgerechnet in Frankreich?
Ich habe Frankreich ausgewählt, weil ich mein Französisch verbessern möchte, dort vielleicht auch studieren möchte und schon Anschluss habe und Leute kenne.

Was waren deine Aufgaben im Praktikum?
Ich habe gepierct und tätowiert. Ich habe Designs erstellt, also Flash-Designs und Custom-Designs. Außerdem habe ich Kundenberatungen gemacht und auf Social Media Werbung gemacht.

Welche Orte hast du besucht?
Ich habe in Paris sehr viele Orte besucht, zum Beispiel das Grand Palais, das Petit Palais, die Bourse de Commerce, das Hôtel de la Marine, die Abbaye de Maubuisson, das Palais de Tokyo, Montmartre, das Musée Albert-Kahn, den Parc de la Villette, den Parc Monceau, den Parc des Buttes-Chaumont, die Place des Vosges, das Musée des Arts Décoratifs, das Palais Garnier, die verschiedensten Galerien, das 59 Rivoli, die Galeries Lafayette und die Fondation Louis Vuitton – und noch viele andere.

In welcher Sprache hast du kommuniziert?
Bei der Arbeit habe ich hauptsächlich auf Französisch kommuniziert. Bei manchen Verständnisproblemen haben wir ein bisschen Englisch gesprochen, aber meistens Französisch.

Welchen Menschen bist du begegnet? Wer hat dich unterstützt und betreut?
Ich kannte schon vorher Leute aus Paris. Phil ist zum Beispiel einer meiner guten Freunde. Er hat mich zu vielen Unternehmungen mitgenommen, mir sehr viel gezeigt und Orte empfohlen. Die Leute in meinem Praktikum haben mich außerdem ermutigt, den Wert meiner Arbeit stärker zu erkennen und zum Beispiel höhere Preise zu verlangen.

Was hast du Neues gelernt? Was hast du über dich selbst gelernt?
Ich habe vieles über das Tätowieren gelernt. Über mich selbst habe ich gelernt, dass ich mich nicht immer zu Dingen zwingen und nicht immer zu 110 Prozent produktiv sein muss.

Was war das überraschendste, aufregendste oder tollste Erlebnis?
Es war sehr aufregend, zum ersten Mal fremde Kundinnen und Kunden zu tätowieren oder sehr große Designs umzusetzen, die ich selbst entworfen hatte. Toll war auch, mit Freunden etwas zu unternehmen, anstatt nur touristische Sachen zu machen.

Gab es auch mal schwierige Situationen? Wie bist du damit umgegangen?
Am Anfang war ich ein bisschen entmutigt, weil nicht alles direkt zu 100 Prozent geklappt hat. Ich musste üben, geduldig zu sein. Am Ende hatte ich dann auch viel zu tun.

Würdest du ein Auslandspraktikum weiterempfehlen?
Ja, auf jeden Fall.

Welchen Rat würdest du interessierten MitschülerInnen geben?
Man sollte nicht erwarten, dass von Anfang an alles direkt super funktioniert. Vor allem bei Großstädten wie Paris sollte man vorher recherchieren, wo man die Unterkunft bucht. Ich hatte damit zwar kein Problem, aber man sollte zum Beispiel nicht unwissend die günstigste Unterkunft im 18. Arrondissement buchen. Außerdem sollte man vorher recherchieren, wie es mit Bahntickets und Ähnlichem funktioniert.

Hat das Stipendium alle Kosten gedeckt?
Ja.

Für weitere Informationen und Hilfe bei den Formalitäten steht unsere Europakoordinatorin Frau Timpe bereit.