Upcycling in Wien – Jaro (GTGM3) berichtet über sein Auslandspraktikum
Jaro Mertzen aus der Jahrgangsstufe 12 der Höheren Berufsfachschule für Gestaltung des Adolph-Kolping-Berufskollegs hat sein Praktikum im Rahmen des Erasmus+ Programms vom 8. Juni bis zum 31. Juli 2026 in einem Upcycling Betrieb für Taschen und Möbel in Wien (Österreich) absolviert. In einem Interview mit unserer Europakoordinatorin und Fachlehrerin Frau Timpe erzählt er von seinen Praktikumserfahrungen im Ausland.
Warum hast du dich für ein Praktikum im Ausland entschieden?
Ich reise sehr gerne und mag es, neue Orte und Leute kennenzulernen.
Warum ausgerechnet in Österreich?
Ich habe mich in mehreren Ländern und Städten beworben und schließlich in Wien eine Zusage bekommen.
Was waren deine Aufgaben im Praktikum?
Ich war einen Monat in der Werkstatt und habe bei vielen Projekten mitgeholfen. Unter anderem habe ich Möbel gebaut, wie z.B. Tische aus Verkehrsschildern, Bänke aus Rolltreppenstufen, Lampen aus Leuchtreklameschildern, und den Designprozess einer Lampe begleitet. Ich habe auch Prototypen, wie z.B. Schlüsselanhänger aus Straßenschildern für ein Planetarium gezeichnet. Außerdem habe ich meine Betreuerin Nicola bei ein paar Jugendprojekten unterstützt. Der Betrieb bietet nämlich regelmäßig Workshops zur Wiedereingliederung von Personen mit psychischen Erkrankungen an.
Einen weiteren Monat habe ich in der Näherei gearbeitet und dort Taschen aus LKW-Plane hergestellt und genäht.
Welche Orte hast du besucht?
Ich habe viel Wien erkundet und war ein Wochenende in Bratislava in der Slowakei. Über die Arbeit war ich auch in Neusiedl und St. Pölten.
In welcher Sprache hast du kommuniziert?
Hauptsächlich auf Deutsch und ab und zu auf Englisch.
Welchen Menschen bist du begegnet? Wer hat dich unterstützt und betreut?
Ich bin vielen unterschiedlichen Menschen begegnet, darunter vielen Einheimischen. Meine Betreuerin Nicola ist die Produktdesignerin im Betrieb. Sie war für mich zuständig und hat mich unterstützt.
Was hast du Neues gelernt? Was hast du über dich selbst gelernt?
Ich habe viele neue Nähtechniken gelernt. Außerdem habe ich gemerkt, dass es mehr Spaß macht, eine langweilige Aufgabe zu erledigen, als gar nichts zu tun zu haben. Ich habe auch gelernt, mich selbst zu strukturieren und alleine zu leben.
Was war das überraschendste, aufregendste oder tollste Erlebnis?
Nach der Arbeit in der Donau schwimmen zu gehen, hat mir immer sehr viel Spaß gemacht. In Bratislava wurden wir von zwei Ungarn zum Abendessen eingeladen. Das war auch sehr lustig.
Gab es auch mal schwierige Situationen? Wie bist du damit umgegangen?
Gerade fallen mir keine wirklich schwierigen Situationen ein. Eigentlich war alles ganz gut soweit.
Würdest du ein Auslandspraktikum weiterempfehlen?
Ja, auf jeden Fall.
Welchen Rat würdest du interessierten MitschülerInnen geben?
Sich zu trauen, weil es eine echt coole Erfahrung war. Und sich frühzeitig bewerben und rechtzeitig um ein Praktikum kümmern.
Hat das Stipendium alle Kosten gedeckt?
Ja.
Für weitere Informationen und Hilfe bei den Formalitäten steht unsere Europakoordinatorin Frau Timpe bereit.
Text: Anja Timpe, Europakoordinatorin



